Worauf Sie jetzt achten sollten
All-inclusive-Reisen versprechen viel Urlaubsspaß für wenig Geld. Aber halten sie das auch? Ein Überblick über die häufigsten versteckten Kostenfallen.
Jedes Jahr zur Urlaubszeit locken die Veranstalter mit preiswerten All-inclusive-Reisen. Der Flug, das Sterne-Hotel mit All-you-can-eat-Buffet (zu Deutsch: alles, was Sie essen können) und viele spannende Freizeitangebote sind im Pauschalpreis enthalten. Das klingt auf den ersten Blick fantastisch. Aber Vorsicht, denn hier lauern oft versteckte Kosten. Mit diesen Tipps lassen sich böse Überraschungen im Urlaub vermeiden.
Leider haben die meisten Airlines bei Kurz- und Mittelstreckenflügen die Verpflegung inzwischen abgeschafft. Das ist eine große Kostenfalle, besonders für Familien mit Kindern. Die Preise an Bord sind extrem hoch. Airlines verlangen schon mal sechs Euro für ein kleines Sandwich. Sogar für Getränke wie Tee, Kaffee oder Wasser kassieren viele Fluggesellschaften eine Menge Geld.
Eine gute Alternative ist, sich vorher im Duty-free-Shop mit Proviant einzudecken, denn der darf in der Regel entsprechend den Flugsicherheitsbestimmungen mit an Bord.
Die Überraschung ist groß, wenn es am Schalter der Mietwagenfirma heißt, dass der in der All-inclusive-Reise enthaltene Mietwagen etliche Zusatzkosten mit sich bringt wie:
Wer schon bei der Reisebuchung alle Extras mit einem Mietwagen-Upgrade dazubucht, umgeht diese Kostenfalle. Das ist zwar etwas teurer, schont aber die Nerven. Eine frühe Buchung macht es oft billiger.
Bei All-inclusive-Reisen sollte doch eigentlich alles im Preis enthalten sein. Doch hier ist Vorsicht geboten. Manchmal sind nur "alkoholische und nicht alkoholische nationale Getränke" im Preis enthalten. Das bedeutet, dass Markengetränke aus dem Ausland extra kosten.
Es gibt unter Umständen auch zeitliche Begrenzungen wie "All-inclusive" nur bis 23 Uhr. Das kann bei einem netten, feuchtfröhlichen Abend bis in die Morgenstunden teuer werden.
Kostenfallen kann es auch am Pool oder am Strand geben. Für bereitgestellte Strandliegen, Badetücher oder Sonnenschirme können Gebühren erhoben werden. Auch räumliche Beschränkungen im Angebot kann es geben. Hin und wieder ist die Nutzung des Wellness-, Fitness- oder Spa-Bereiches kostenpflichtig.
Viele Hotels möchten, dass die Gäste das Geld im Hotel ausgeben. Mini-Bar, Safe-Nutzung, der Föhn im Bad sind Serviceleistungen, für die All-inclusive-Gäste unter Umständen zusätzlich Geld bezahlen müssen.
Es gilt daher, unbedingt den Vertrag gründlich zu lesen und vorher abzuklären, was im Preis genau enthalten ist und für welche Leistungen extra bezahlt werden muss.
Telefonieren hat zwar nichts mit einem All-inclusive-Paket zu tun, dennoch sei der Hinweis auf womöglich hohe Kosten gestattet. Wer innerhalb der EU verreist, muss sich hier keine Sorgen machen, da bereits seit Juni 2017 Extra-Roaming-Gebühren innerhalb der EU weggefallen sind. Aber Vorsicht. Die EU-Roaming-Verordnung gilt nicht für die Schweiz oder die Türkei und auch nicht für Mobilfunknetze in Flugzeugen und auf Schiffen. Läuft das Telefonieren über Satelliten, wird es richtig teuer.
Das heißt: Handy aus oder das WLAN mitbuchen. Die Kosten variieren je nach Anbieter.
Viele von den Reiseveranstaltern angebotenen Ausflüge können auf eigene Faust mit ein bisschen Recherche auch selbst gebucht werden. Das kann unter Umständen viel billiger sein. Gerade im Familienurlaub sind Busausflüge zur nächsten Sehenswürdigkeit oft sehr teuer. Wenn der Linienbus direkt vor der Hoteltür aber auch dorthin fährt, kann man sich die teure Busfahrt sparen und auf eigene Faust auf Abenteuertour gehen.
Die Eintritte sind vor Ort oder online oft günstiger als wenn einen ganzen "Ausflug" zu kaufen. So lernen Sie dann außerdem Land und Leute aus einer ganz anderen Perspektive kennen.